Aufbau - Landschaftsbau Teil II

Feber 2002

  Die Gleisabdeckungen des Schattenbahnhofs sind bereits fertig. Um einen Überblick zu bekommen, wurden die Häuschen aufgestellt und die Straßen skizziert. Im Vordergrund sieht man den Landschaftsentwurf, der zuvor bereits auf Papier gezeichnet wurde.
   
  Im Zwischenraum der Gleiswendel kommt ein kleiner See, dahinter drei schöne Villen. Die Tunnelkartonvorlage samt Stützmauer ist ebenfalls gut zu erkennen. Außerdem kommt im Bereich des Bauernhofes eine Unterführung dazu - die Wiese wurde in diesem Bereich bereits "abgegraben".
   
  Um uns das Abflammen zu ersparen, modellierten wir die Geländeform mit dem Styropor sehr genau vor und leimten die Styroporstücke auf.
   
  Aus dem Mittelteil wird der See herausgeschnitten.
   
  Hier sieht man die unlackierten Mauerwerke. Sie bestehen auch 2mm starken Karton und Spachtelmasse, in denen die Struktur eingeritzt wurde.
   
  Nachdem alle Styroporelemente zugeschnitten und verklebt waren, stellten wir nochmals alle Häuser auf und zeichneten die Umrisse genau an und legten den genauen Straßenverlauf fest. Nach diesen Markierungen richteten wir uns beim Gipsen.
   
  Auch die Zwischenräume des Viaduktes werden schon grob vorgespachtelt. Die genaue Einpassung erfolgt erst später, um den Viadukt während den Bauarbeiten nicht zu beschädigen.
   
  Blick auf das Bachbett. Gut zu sehen ist der kleine Wasserdurchlaß, der bereits farblich behandelt wurde. Außerdem kann man im Hintergrund das fertige Tunnelportal samt Stützmauer sehen.
   
  Die einzelnen Teile werden zunächst braun grundiert. Danach kommt die Straße (Farbe und Quarzsand) und zum Schluß wird begrünt.
   
  Der Acker wird bepflanzt. Der Acker selbst wurde aus Gips hergestellt, der mit einer feinen Zahnspachtel abgezogen wurde. Die Grünpflanzen sind aus Schaumstoffflocken, die in Leim getränkt wurden (daher auch der noch weißliche Stich). Auf der anderen Seite der Straße befindet sich ein Kornfeld, daß aus der Busch-Kornfeldmatte (Hochgras) gemacht ist.
   
  Der Seeboden wird mit Quarzsand beklebt.
   
  Am Seeufer wird mit Pinselborsten der Schilfbewuchs nachgebildet und in kleine Löcher geleimt, sodass sie immer bündelweise "auftreten".
   
  Das Bachbett wurde zusätzlich mit kleinen Steinen (aus dem nächstgelegenen Fluss, der Mürz) ausgelegt.
   
  Nach dem See wurde auch die Vegetation gemacht. Dabei wurden immer wieder kleine Stücke Hochgras von Busch geklebt um dem ganzem einen etwas verkommenen Eindruck zu verleihen.
   
  Der Seeboden wird mit verschiedenen Blautönen bemalt, um einen Tiefeneffekt zu erzielen. Dabei verwendeten wir sehr stark mit Wasser verdünnten Acryllack.
   
  Das Wasser mit aus Gießharz gegossen. Das Gießharz (aus dem Farbenfachhandel) muß mit einen Härter vermengt werden, ehe es vergossen wird.
   
  Zum Vermengen eignet sich ein Glasgefäß hervorragend. Das Gießharz selbst ist Mindergiftig - auf gute Belüftung sollte geachtet werden.
   
  Das Gießharz wird schließlich gleichmäßig über dem See ausgegossen, sodaß eine Wassertiefe von 4 bis 5 mm entsteht.
   
  An den Ufern muß das Gießharz mit einem Gegenstand gestriechen werden, da ansonsten ein Wulst eintsteht.
   
  Damit die Oberfläche nicht spiegelglatt ist, wurde sie mit einem Fön leicht gewellt. Daher muß vorher alles so gut wie nur möglich gereinigt werden, um keinen Schmutz hineinzublasen.
   
  Blick auf das fertig gestaltete Bachbett vor dem Ausgießen mit Gießharz. Der Wasserfall wurde aus Klarsichtfolie hergestellt, an dem nachher das Gießharz sich festhält.
   
  Das ganz nun mit Gießharz und der netten Brücke aus dem Faller Waldset.
   
  Blich auf das Seeufer mit dem Schilf und dem Hochgras von Busch und Heki.
   
  Blick auf die Äcker - im Vordergrund sieht man einen kleinen Teil des Sees.
   
  Der Viadukt von unten - gebaut von meinem Vater aus 2 mm starken Karton und jeder Menge Spachtelmasse und noch mehr Geduld.
   
  Der Viadukt wird eingepaßt, die Gleise montiert und mit einem langen Schnellzugwagen kontrolliert, ob die Lage paßt.
   
  Danach wird der Viadukt abgeklebt um beim Gipsen nicht die fertigen Wände zu beschädigen.
   
  Blick auf den fertig eingegipsten Viadukt. Nach dem der Gips hart ist, werden die weißen Gipsfläche braun bemalt und danach die Klebebänder wieder entfernt.

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